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Quantifizierung des Wasserbedarfs eines bewässerten Waldes unter dem Einfluss des Klimawandels

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Maude Ehrbar1,2,*, Natalie Ceperley3, Bernard Graf4, Estelle Noyer1, Christine Moos1

1 Haute école spécialisée bernoise, sciences forestières, BFH-HAFL, Zollikofen (CH)
2 Office de l’environnement du canton du Jura, Saint-Ursanne (CH)
3 Institute of Geography & Oeschger Centre for Climate Change Research, Université de Berne, Berne (CH)
4 Ilex ingénierie forestière sàrl, Yverdon-les-Bains (CH)

Das Autobahnviadukt in Chillon (VD) behindert das Wachstum des darunter liegenden Waldes, da es die Niederschläge abhält, und beeinträchtigt dadurch dessen Schutzfunktion. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Projekt zur Wiederherstellung der Vegetation mit einem Bewässerungssystem gestartet. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die geeigneten Baumarten zu identifizieren und ihren Wasserbedarf unter Berücksichtigung des Klimawandels zu quantifizieren. Die Studie schlägt eine Methode vor, die auf einem vereinfachten Wassermodell basiert, um die zukünftige Entwicklung der Trockenheitsbedingungen anhand eines Trockenheitsindexes zu simulieren. Darauf basierend wurde der Bewässerungsbedarf für die zukünftigen Bedingungen geschätzt. Es wurden drei Zielwerte für den Trockenheitsindex als Bewässerungsziele festgelegt, die die Auswahl der geeigneten Baumarten bestimmen.
Wenn heute Baumarten gepflanzt werden, die für die bis 2050 zu erwartenden Bedingungen ausserhalb der Viadukte geeignet sind, würden 7290 m3/Jahr Wasser benötigt, um die 1.35 ha zu bewässern. Mit der Wahl Wärme liebender Eichenbaumarten, die an die für das Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Bedingungen angepasst sind, könnte der Wasserbedarf um 22 % reduziert werden. Trotz seiner Einfachheit bildet dieses Modell eine Grundlage für die langfristige Planung der Bewässerung in Wäldern. Es hat auch die Herausforderungen eines hohen Bewässerungsbedarfs im Sommer angesichts einer möglichen knappen Wasserverfügbarkeit aufgezeigt, die durch die geringe Speicherkapazität der Böden noch verstärkt wird. Schliesslich trägt die Studie dazu bei, Überlegungen zur Bewässerung in Wäldern anzustossen – einem neuen Thema, das angesichts der klimatischen Herausforderungen Fragen aufwirft.

Keywords: water balance model, forest irrigation, climate change, reforestation

Schweiz Z Forstwesen 177 (1): 25–31.https://doi.org/10.3188/szf.2026.0025

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