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Der Walditreff im Gebirgswald

26 Studierende der Wald- und Forstwissenschaften aus dem deutschsprachigen Raum trafen sich in Sedrun (GR). Im Zentrum stand der Klimawandel im Alpenraum.

01.11.2025

In Sedrun (GR) trafen sich 26 Studierende der Wald- und Forstwissenschaften aus dem deutschsprachigen Raum.
In Sedrun (GR) trafen sich 26 Studierende der Wald- und Forstwissenschaften aus dem deutschsprachigen Raum.

Akademische Forstkommission ETH

Beim diesjährigen Walditreff kamen 26 Studierende der Wald- und Forstwissenschaften aus Zürich, Bern, Rottenburg, Göttingen, Freiburg im Breisgau und Wien zusammen. Sie trafen sich am Wochenende vom 19. bis 21. September in der Unterkunft Casa Steil’alva in Sedrun (GR). Gastgeberin war die Akademische Forstkommission (AFK) der ETH, die als Local Comittee (LC) Zürich für die International Forestry Students’ Association (IFSA) amtet.

Am Freitag ging es von Zürich mit Kleinbussen über den Oberalppass in die Surselva. Nach der Ankunft in Sedrun wurde zunächst bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen der Badesee erkundet. Beim gemeinsamen Risottoessen am Abend lernten sich die Studierenden besser kennen. Danach wurden in einem Kennenlernspiel die wichtigsten Fragen geklärt: Wer hat schon wie viele Bäume gefällt? Und können wir uns auf eine Lieblingsbaumart einigen? Passend zum Thema Gebirgswald stand die Arve hoch im Kurs.

Spannende Diskussionen

Am Samstagmorgen startete die Exkursion in den ETH-Lehrwald mit Prof. Dr. Harald Bugmann und Alex Carella. Die erste Station war die Testfläche bei Bugnei, wo verschiedene Zukunftsbaumarten in Bermen gepflanzt wurden. An diesem Standort wurde unter anderem das Spannungsfeld zwischen Klimawandelanpassung und Frostresistenz im Gebirgswaldbau deutlich.

Im oberen Teil des Südhangs Uaul Bugnei folgte die Besichtigung der Kammerung. Hier konnten die Studierenden beobachten, wie diese waldbauliche Methode im Jungwald die Stabilität und die Schutzfunktion des Waldes langfristig verbessert. Da viele der Studierenden bislang wenig Berührungspunkte mit Schutzwäldern und Gebirgswaldbau hatten, ergaben sich spannende Diskussionen.

Am Nachmittag ging es weiter in Scharinas, wo Saatversuche zur Verjüngungseinleitung unter verschiedenen Bedingungen vorgestellt wurden. Auch hier wurden rund um das Thema Klimawandel im Alpenraum interessante Fragen diskutiert. Auf einer weiteren Fläche besichtigte die Gruppe freigestellte Zitterpappeln. Dabei ging es um das Potenzial dieser Baumart im subalpinen Schutzwald.

Der eindrückliche Tag klang bei einem gemeinsamen Grillieren am See aus. Dabei gab es nochmals Gelegenheit für fachlichen und persönlichen Austausch über die Waldbewirtschaftung in den verschiedenen Regionen oder über den Studienalltag an den unterschiedlichen Hochschulen.

Nach dem Frühstück am Sonntag halfen alle beim Putzen des Lagerhauses. In einer Schlussrunde wurden die Höhepunkte des Wochenendes reflektiert und bereits Ideen für das nächste Jahr gesammelt. Mit vielen neuen Eindrücken und guten Erinnerungen ging es anschliessend zurück nach Zürich.

Insgesamt war es für alle Teilnehmenden ein gelungenes und fachlich bereicherndes Wochenende mit vielen neuen Einblicken. Die Vorfreude auf den nächsten Walditreff ist bereits gross.

Johanna Gärtner und Christelle Zimmermann mit dem OK Ilaria Locatelli, Maé Moriggia, Maren Lebender, Mark Riedi, Mirko Schell, Raphael Schmid, Simone Grätzer

Schweiz Z Forstwes 176 (6): 338.

Dank an die Sponsoren

Die AFK bedankt sich herzlich bei allen Sponsoren für die wertvolle Unterstützung und bei Prof. Dr. Harald Bugmann und Alex Carella für die interessanten Einblicke auf der Exkursion. Dank eines Beitrags des Schweizerischen Forstvereins (SFV) konnten die Teilnahmegebühren tief gehalten werden. Die Professuren Forest Ecology, Forest Resources Management und Physics of Soils and Terrestrial Ecosystems trugen massgeblich zur Finanzierung von Unterkunft, Transport und Verpflegung bei.

Auch die Gemeinde Sedrun sowie das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Graubünden unterstützten den Anlass grosszügig. Die Zertifizierungsinstitution PEFC stellte neben einem finanziellen Beitrag auch Taschen als Gastgeschenke zur Verfügung.

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